25. Savaball

Der 25. Savaball fand am 18. Jänner 2024 in zwölf Ballsälen der renommierten Wiener Hofburg statt und begeisterte 2.000 Gäste, unter anderem auch den österreichischen Bundeskanzler Karl Nehammer.

Österreichischer Bundeskanzler beim 25. Savaball  

Der 25. Savaball fand am 18. Jänner 2024 in zwölf Ballsälen der renommierten Wiener Hofburg statt und begeisterte 2.000 Gäste, unter anderem auch den österreichischen Bundeskanzler Karl Nehammer.

Erweiterung auf zwölf Säle 

Der Savaball fand in diesem Jahr zum zweiten Mal in der Wiener Hofburg statt und war noch beeindruckender als die Premiere, denn beim diesjährigen Ball traten etwa 300 Künstlerinnen und Künstler auf vier Bühnen auf, aufgrund einer erfolgreich vollzogenen Erweiterung fand die Veranstaltung in sogar zwölf Ballsälen statt. 

Um 21 Uhr begann die feierliche Eröffnung des Balls mit der Aufführung des altbürgerlichen Lieds „Herbstblätter“ mit musikalischer Begleitung des Symphonieorchesters und des Chors des Serbischen Nationaltheaters (SNP) aus Novi Sad.

Wiener Bälle zeichnen sich durch eine feierliche Eröffnungszeremonie aus, die auch ein Teil des Savaballs war. Der feierliche Einmarsch wurde von den Walzer-Klängen begleitet. Zu „1300 Korporale“ betraten zuerst die Mitglieder des Ballorganisationsteams des Vereins „Serbisches Zentrum“ sowie der Künstlerische Leiter Milorad Samardžija und der Musikdirektor Ivan Ilić den Saal. Im Organisationskomitee des Balls waren neben dem Präsidenten des Serbischen Zentrums Milan Vidović auch Branko Jovović, Nikola Osmokrović, Bogdan Osmokrović, Aleksandar Matić, Janko Matić und Aleksa Zdravković.

Der Obmann der Organisation „Serbisches Zentrum“ Milan Vidović hieß die Gäste willkommen: „Das Jahr 2024 ist ein Jubiläumsjahr. Zum 25. Mal seit der Wiederbelebung dieser Tradition im Jahr 1998 wird die Serbenquadrille, die Johann Strauss (Sohn) im Jahr 1846 komponierte, um Mitternacht in der Hofburg erklingen. Gleichzeitig feiern wir in diesem Jahr 150 Jahre diplomatischer Beziehungen zwischen Serbien und Österreich. Wo sonst könnte dieses Jubiläum besser gefeiert werden als auf dem Savaball, wo sich serbische und österreichische Kultur zu etwas Einzigartigem verweben“, waren die Worte, mit denen der Ball eröffnet wurde.

Stargäste begeistern mit vielfältigem Programm

Im Festsaal traten die Vokalsolisten Jelena Gavrilović, Princ, Nevena Reljin und Zoran Šandorov auf. Nach der Mitternachtsquadrille folgte die Mitternachtseinlage des Belgrader Kabaretts „Lafayette“, danach wartete mit der Aufführung des Musikstars Željko Joksimović zusammen mit der Big Band aus Novi Sad ein weiteres Highlight auf die Tanzbegeisterten. Parallel dazu traten im Zeremoniensaal Ana Štajdohar mit ihrer Band und die A:Kultura Band auf, im Rittersaal begeisterten Bako Jovanović mit seiner Band und das Jazz-Trio Dusha Connection. Für Disco-Feeling sorgten DJ Mel Merio und MKDSL in der Hofburg Lounge. Das Moderations-Duo des diesjährigen Balls bestand aus Journalist Aleksandar Stojanović und der Schauspielerin Ivana Urban.

Mehr als 70 Unternehmen und Organisationen haben die Ballorganisatoren bei ihrem Vorhaben unterstützt. „Besonderer Dank gilt dem Botschafter der Republik Serbien in Österreich, Marko Blagojević, für den Ehrenschutz des Balls und den Platin-Sponsoren Raiffeisen Bank Serbien und Raiffeisen Bank International. Ohne die Unterstützung der Ballpartner, der Autonomen Provinz Vojvodina und der Republika Srpska, sowie der goldenen und silbernen Sponsoren, Medienpartner und Ballfreunde, hätte diese Veranstaltung sicherlich nicht auf diesem so hohen Niveau stattfinden können“, weiß Vidović die Unterstützung zu schätzen.

Charity-Aktion für das Down-Syndrom-Zentrum aus Banja Luka

Die Schützlinge des Down-Syndrom-Zentrums in Banja Luka waren Ehrengäste des Balls, ihnen wurden die beim Ball gesammelten Gelder gespendet. Der wohltätige Charakter des Balls hat mittlerweile bereits Tradition. Die Ballgäste konnten mit dem Kauf von Tombola-Losen dazu beitragen, ebenso durch den Kauf von Kunstwerken von Gala Čaki, Natalija Ribović, Jelena Mandić und Aleksandra Kokotović. So konnten insgesamt 20.000 Euro für den Kauf eines Kleinbusses bereitgestellt werden. Das Fahrzeug wird das tägliche Leben und die Reisen dieser jungen Menschen nach Jahorina erleichtern, wo sie in der Gastronomie arbeiten und ihnen so die Möglichkeit zur Selbstständigkeit und beruflichen Rehabilitation gegeben wird.

Vielfältiges Begleitprogramm

Neben dem musikalischen und künstlerischen Programm in den vier Sälen konnten die Gäste in den übrigen Räumlichkeiten der Hofburg zusätzliche Angebote nutzen, um ihre Ball-Erfahrung zu vervollständigen. Im Wintergarten konnten sie den Geschmack der Schokoladenfontäne des Wiener Schokoladenmuseums probieren oder mehr über die Geschichte der serbischen Bälle am Stand des Historischen Museums aus Belgrad erfahren. Es wurde auch der Genuss serbischer Delikatessen in der Trabantenstube und am Stand von Meze&Sliva angeboten.

Der Ball zog eine große Anzahl prominenter Gäste an, Ehrengast des Balls war der österreichische Bundeskanzler Karl Nehammer, gefolgt von der Bundesministerin Susanne Raab, der Ehefrau des Präsidenten der Republik Serbien Tamara Vučić und dem Regierungspräsidenten der Autonomen Provinz Vojvodina Igor Mirović. Der Botschafter der Republik Serbien in Österreich Marko Blagojević war ebenso zu Gast wie der Direktor der Verwaltung für Zusammenarbeit mit der Diaspora und den Serben in der Region Arnaud Gouillon. Aus der Unterhaltungsbranche waren die Schauspieler Branka Pujić, Dragan Jovanović Lazar Ristovski zu Gast, zudem zahlreichen Militärattachés und Geschäftsleute.

Serbenquadrille zum zweiten Mal als Publikumsquadrille

Im Stil der Wiener Bälle wurde ein herausragender Höhepunkt des Mitternachtsprogramms inszeniert, bei dem das Publikum zu den Klängen der vom Orchester gespielten „Serbenquadrille“ von Johann Strauss (Sohn) tanzte. Pünktlich um Mitternacht war die große Tanzfläche des Festsaals damit komplett gefüllt. 

Superstar Željko Joksimović, der später seinen großen Auftritt haben sollte, sagte: „Ich bin sehr glücklich zum ersten Mal auf einem solchen Ball zu sein. Als ich von der Geschichte dieser Bälle hörte, die seit 1846 stattfinden, muss ich sagen, es ist beeindruckend, an einem Ort wie diesem zu sein, einem Gebäude und einer Art von Energie, die man sofort spürt, wenn man dieses prächtige Gebäude betritt. Ich fühle mich geehrt, hier aufzutreten. Ich möchte den Organisatoren danken, die dies fantastisch gemacht haben, wirklich beeindruckend und erwähnenswert auf allen Meridianen. Danke euch allen.“

Weitere Stimmen zum Ball:

Arnaud Gouillon, Direktor der Verwaltung für Zusammenarbeit mit der Diaspora und den Serben in der Region: „Heute sind alle Serben aus Österreich und Wien vereint. Solche Veranstaltungen zeigen das Beste, was wir in der Diaspora und in Serbien haben, wundervoll, dass wir das in diesem Ambiente zeigen können. Die Einheit in der serbischen Gemeinschaft ist aufgrund dieser Veranstaltungen noch größer. Das Programm des 25. Savaballs hat verschiedene Stile, verschiedene Künstler, wird aber in jedem Teil die serbische Kultur repräsentieren. Ich denke, der Ball wird mit der Qualität seines Programms zeigen, dass Serben nicht nur das Kolo tanzen können, sondern auch den Walzer. Die Verbindung von Tradition und Moderne ist besonders charakteristisch für das serbische Volk.“

Marko Blagojević, Botschafter der Republik Serbien in der Republik Österreich: „Wir nehmen an einer Veranstaltung teil, die in einem Land organisiert ist, das vielschichtige und jahrhundertealte Beziehungen zu unserem Erbe hat. Die wichtigsten Persönlichkeiten Serbiens und Österreichs sind durch gemeinsame Geschichte und Kultur verwoben und deshalb ist dieser heutige Abend der beste Wegweiser für die Zukunft. Er ist ein Symbol unserer Einheit, für die es immer richtig ist, wenn nicht sogar höchste Zeit, eine Botschaft der Festigung gemeinsamer Beziehungen und gegenseitiger Unterstützung zwischen Serbien und Österreich zu senden. Die Geschichte unserer Beziehungen hat bereits viel gesagt und wird sicherlich noch viel mehr hinzufügen. Wir hoffen und glauben an Fortschritt und gegenseitigen Respekt im Licht der Zukunft. Indem wir uns an die großartigen Persönlichkeiten erinnern, werden wir heute durch Erinnerungen an sie die hohen Ziele bestätigen, die wir anstreben, um würdig der Vorfahren zu sein, deren Namen wir tragen. Indem wir uns an diesem Ort versammeln, bekräftigen wir die Bindungen unserer unverfälschten Freundschaft, die selbstlose Liebe des serbischen Volkes, die der Solidarität zwischen den Völkern gewidmet ist. Herzlichen Glückwunsch zu diese Veranstaltung!“

Igor Mirović, Regierungspräsident der Provinz Vojvodina: „Gemeinschaft ist sehr wichtig und deshalb hat die Vojvodina dazu beigetragen, diese vom Serbischen Zentrum organisierte Veranstaltung zu unterstützen. Diese Ball hat eine lange Tradition und trägt dazu bei, dass unsere Sprache, unsere Bräuche und unsere Tradition auch in Wien nicht vergessen werden. Ich habe viel darüber gehört, wie der Savaball in Wien aussieht, aber das muss man erlebt haben.“

Opernsängerin Tamara Rađenović: „Ich halte diese Veranstaltung vor allem wegen ihres wohltätigen Charakters für sehr wichtig und denke, dass dies der wichtigste Aspekt unseres Zusammentreffens ist. Etwas Schönes und Menschliches zu tun, darauf reagiere ich immer. Alles ist wie im Märchen, als wären wir in die Vergangenheit zurückgekehrt, in der der Walzer die Hauptattraktion bei Veranstaltungen war.“

Vesna da Vinča, TV-Autorin und -Produzentin: „Ich komme schon seit Jahren zum Savaball. Heute Abend ist es aber besonders außergewöhnlich, ich bin begeistert von der Organisation und insbesondere auch dem Orchester. Die Serben in Wien und in Serbien können stolz hierauf sein.“

Nikola Rokvić, Sänger: „Ich bin schon auf dem Savaball aufgetreten, heute bin ich als stolzer Vater hier, denn meine Tochter tritt mit dem Beo-Ballett auf, ein herrliches Gefühl. In diesen Momenten ist man stolz als Serbe hier bei diesem wundervollen Ball in Wien zu sein, an diesem wundervollen Abend, an dem wir der gesamten Welt zeigen, welch schöne Kulturschätze wir haben, welch Tradition und wie wir unseren Glauben pflegen.“

Bilder vom 25. Savaball